Medizinische Grundversorgung

Für Alpakas benötigt man relativ selten den Tierarzt. Natürlich muss der Tierarzt geholt werden, sobald der Verdacht besteht, dass ein Alpaka nicht gesund ist. Bei einer täglichen Kontrolle erkennt man das schon oft an einem ungewohnten Verhalten des Tieres.

https://alpakaappenzell.blob.core.windows.net/alpakaappenzell/resources/Appenzell%20Aussicht_635308705307207031.jpgAuch kann es vorkommen, den Tierarzt beispielsweise zu einer komplizierten Geburt holen zu müssen oder bei stark blutenden Wunden. Dann ist natürlich schnelle, tierärztliche Hilfe notwendig. Ein Tierarzt muss sich nicht unbedingt mit Alpakas auskennen, jedoch ist es wichtig, dass er sich den Tieren annimmt, so wie er es bei anderen Tieren tut. Manchmal muss man mehrere Tierärzte „ausprobieren“, um den Richtigen zu finden, denn das Vertrauen ist fast genau so wichtig, wie wenn man selbst zum Arzt geht.

Hier folgend sind Empfehlungen die sich im Laufe der Jahre mit Züchtererfahrungen entwickelt haben. Man kann natürlich im Einzelfall auch andere Entscheidungen treffen:

Zur Entwurmung von Alpakas gibt es keine speziellen Präparate, jedoch lassen sich dazu Präparate einsetzen, die für Rinder oder Schafe gedacht sind. Zu nennen sind z.B. "Ivomec®", "Dectomax®", Cestocur®, "Panacur®" oder "Valbazen®". Einige werden oral eingegeben und andere müssen mit einer Spritze verabreicht werden. Um das richtige Arzneimittel zu bestimmen, ist es empfehlenswert eine Kotprobe zu machen um zu belegen welch genaue Wurmtyp zu bekämpfen ist.  Es ist sehr empfehlenswert,  dass der Tierarzt den Tierbestand gegen Clostridien und Starrkrampf einmal jährlich impft.

Es ist bei allen Medikamenten zu beachten, ob man sie auch bei tragenden Stuten anwenden kann. Also  immer vor einer Anwendung den Tierarzt informieren, ob es sich bei dem zu behandelnden Tier um eine tragende oder nichttragende Stute handelt.

Die Zugabe von den Vitaminen A,D&E ist außerdem zu empfehlen. Dies begünstigt vor allem die Entwicklung der Fohlen, da die Tiere diese Vitamine nicht ausreichend über das Futter aufnehmen können. Ebenso der Mineralstoff Selen kann den Tieren zusätzlich verabreicht werden. Es gibt viele Gebiete, die selenarme Böden besitzen, so dass dort eine Zugabe von Selen nicht nur empfohlen wird, sondern fast notwendig ist.